von Susanne
Expertin für Griechenlandurlaube und griechische Küche.
letzte Aktualisierung: 16.09.2025
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Santorin – die Insel der weißen Häuser, blauen Kuppeln und traumhaften Sonnenuntergänge. Klingt erstmal nach Honeymoon und Pärchenurlaub, oder? Wir haben die Insel aber als Familie erkundet – mit Kindern, Koffern, Rucksäcken und dem ganz normalen Alltagschaos. Und ja: Es funktioniert! Mit ein paar Tricks wird Santorin auch für Familien ein Traumurlaub.
unsere Highlights
- Atemberaubende Sonnenuntergänge – egal ob in Oia, am Leuchtturm, auf Dachterrassen oder von Burgenmauern aus: Santorins Sonnenuntergänge sind unvergesslich.
- Entspannte Familienunterkünfte – Hotels wie Terra Verda Oia K&K, Mayu Suites und Kalestia Suites bieten Pools, Dachterrassen und Ruhe abseits der Touristenströme.
- Kulturelle & kulinarische Erlebnisse – lokale Tavernen, Fischtavernen am Hafen, griechische Spezialitäten und das Open-Air-Kino in Kamari sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.
- Erkundung der Insel ohne Menschenmassen – mit antizyklischer Planung, Mietwagen oder Bus lassen sich Hotspots wie Fira, Oia und Akrotiri genießen, ohne im Touristentrubel zu stecken.
Tag 1 – Ankunft auf Santorin & erstes Eintauchen in Oia

Unsere Reise begann spontan: ein Last-Minute-Trip nach Santorin. Nach knapp drei Stunden Flug von Stuttgart – mit einer Stunde Verspätung, da das Gepäck eines fehlenden Passagiers ausgeladen werden musste – landeten wir auf der Insel. Durch den starken Wind war die Landung etwas ruppig, doch das tat der Vorfreude keinen Abbruch. Das Gepäck kam schnell und draußen wartete bereits der gebuchte Transfer. Zwar hatte Booking nur zwei Personen bestätigt, aber zum Glück gab es im Mercedes Vito problemlos Platz für uns vier.
Der Fahrer brachte uns nach Oia und meldete unsere Ankunft vorab beim Hotel. Am Bus Stop nahm uns ein Mitarbeiter des Terra Verda Oia K&K in Empfang und begleitete uns zu Fuß durch das Gewusel der Hauptstraße. Nur wenige Minuten später standen wir in einer kleinen Oase: das Hotel liegt ruhig, aber gleichzeitig mitten im Geschehen.
Da unser Zimmer um 11 Uhr noch nicht fertig war, folgten wir dem Tipp der freundlichen Rezeptionistin Irini und frühstückten in der KooKoo Bar – sehr empfehlenswert, vor allem der Avocado-Toast. Kurz darauf konnten wir unsere Courtyard Suite Split Level Sea View beziehen. Highlight: direkter Zugang zum Pool, plus Dachterrasse mit Blick über Oia – perfekt für ein Glas Atlantis Rosé am Abend.
Nach einer Abkühlung zog es mich am Nachmittag durch die Gassen von Oia. Besonders eindrucksvoll war der Blick auf den berühmten Blue Dome. Dank Irinis Tipp fand ich eine fast leere Ecke und musste nur kurz warten, bis ich Fotos machen konnte. Am Castell eröffnete sich dann ein traumhafter Ausblick über die Caldera und die Windmühlen. Unterwegs entdeckte ich die kleine Mnesmossyne Gallery, wo handgefertigter Schmuck aus Lavagestein verkauft wird – ein Ort abseits der Massen.
Am Abend wagten wir uns in die überfüllten Gassen, um den Sonnenuntergang von den Treppen zur Ammoudi Bay zu genießen. Ein magischer Moment, auch wenn man sich den Weg mit vielen anderen teilt. Zurück im Hotel stärkten wir uns mit einem schnellen Gyros von Pitogyros – perfekt zum Mitnehmen. Den Tag ließen wir entspannt auf unserer Dachterrasse ausklingen.
Ein gelungener Start: die Mischung aus quirligem Oia, erfrischender Hoteloase und ersten Erkundungen zeigte sofort, wie vielfältig Santorin auch als Familie zu erleben ist.
Tag 2 – Morgensonne, Ammoudi Bay & das echte Santorin

Der zweite Tag begann früh – und das mit gutem Grund. Wer schöne Fotos vom berühmten Blue Dome in Oia machen möchte, sollte unbedingt vor 8 Uhr unterwegs sein. Also hieß es: raus aus dem Bett, Kamera geschnappt und los.
Südlich der Kirche angekommen, zeigte sich Oia im warmen Morgenlicht von seiner vielleicht schönsten Seite. Noch war es ruhig, nur vereinzelt standen Instagram-Begeisterte an den bekannten Spots. Dennoch konnte auch hier die Geduld strapaziert werden – nicht, weil die Schlange so lang gewesen wäre, sondern weil manche Gäste scheinbar endlos an der perfekten Pose feilten. Für uns war es trotzdem der ideale Zeitpunkt, um den Moment einzufangen, bevor die Gassen wieder von Reisegruppen überrollt werden.
Den zweiten Aussichtspunkt nördlich der Kirche habe ich mir gespart – dort war es schon voller – und stattdessen den Rückweg über die Passaris Bakery gemacht. Die Auswahl an frischen griechischen Spezialitäten, begleitet von einem kräftigen Kaffee, war ein perfekter Start in den Tag. Mit der Tüte voller Köstlichkeiten ging es zurück ins Hotel, wo wir unser Frühstück entspannt auf der Dachterrasse genießen konnten. Während unten die ersten Touristenbusse eintrafen, hatten wir in unserer kleinen Oase noch Ruhe – und anschließend den Pool fast für uns allein.
Ein weiteres Highlight am Vormittag: ein kurzer Abstecher zur Patisserie Phyllon, wo es hervorragenden Cappuccino Freddo gibt. Diese eisgekühlte Kaffeespezialität ist auf Santorin ein Muss – nicht nur für Kaffeeliebhaber. Auf dem Rückweg reservierte ich gleich noch einen Platz für das Abendessen in der KooKoo Bar, um den Tag später gemütlich ausklingen zu lassen.
Am Nachmittag wollten wir den Menschenmassen in Oia entfliehen und machten uns auf den Weg zur Ammoudi Bay. Der Abstieg bei praller Sonne ist nichts für Ungeduldige – Wasser und Sonnenschutz sind hier Pflicht. Unten angekommen, empfängt einen ein ganz anderes Bild von Santorin: klares Wasser, Fischerboote im kleinen Hafen und die Tavernen, vor denen Oktopusse in der Sonne zum Trocknen hängen.
Eigentlich war geplant, den Küstenweg Richtung Süden bis zum kleinen Ammoudi-Strand zu gehen. Doch der Zugang führt direkt zwischen den Tischen der Tavernen hindurch – ein eigenartiges Gefühl, wenn man sich als Tourist zwischen Fischplatten und Weinflaschen hindurchschiebt. Dazu kam, dass ein Zaun den Weg offiziell versperrte. Also entschieden wir uns, den Plan zu verwerfen.
Vor dem anstrengenden Aufstieg gönnten wir uns in der Cool Cave noch ein eiskaltes Wasser. Der Rückweg über die Stufen verlangte bei der Hitze einiges ab – vorbei an den Eseln, die Touristen gegen Bezahlung nach oben tragen. Ob man diese Möglichkeit nutzt, muss jeder für sich entscheiden. Wir zogen den sportlichen Weg vor, auch wenn er schweißtreibend war.
Zurück in Oia wartete wieder unsere kleine Hoteloase: Pool, Ruhe, ein kühles Getränk – der perfekte Ausgleich zum Trubel draußen. Der Tag klang schließlich entspannt mit einem Abendessen auf der Dachterrasse der KooKoo Bar aus, während die Sonne langsam hinter der Caldera versank.
So zeigte sich Santorin an diesem zweiten Tag von zwei Seiten: dem berühmten, oft überlaufenen Postkartenmotiv und den kleinen Momenten dazwischen, in denen man das echte, ursprüngliche Flair der Insel spüren kann.
Tag 3 – Abschied von Oia, Ankunft in Pyrgos & neue Perspektiven

Der dritte Tag begann deutlich entspannter als die vorherigen. Dieses Mal stand kein frühes Aufstehen für Fotos an, sondern ein gemütlicher Morgen in Oia. Das Frühstück holte ich in der nahegelegenen Fourni Bakery: eine Apfeltasche, eine Schokotasche, dazu Kaffee und Cappuccino – rund 10 Euro. Ergänzt durch griechischen Joghurt aus dem Coop-Supermarkt war das Frühstück perfekt. Einfach, frisch und typisch griechisch.
Das Zimmer musste bis 11 Uhr geräumt sein, aber wir durften den Poolbereich noch länger nutzen. Eine Wohltat, wenn man bedenkt, dass draußen in den Gassen von Oia bereits wieder die Touristengruppen durchgeschleust wurden. Besonders im Gedächtnis blieb uns der Kaffeebetreiberin von gegenüber, die mit lauten Ausrufen wie „We’re not animals!“ ihren Unmut über den Massenandrang Luft machte. Ein skurriles Schauspiel – und gleichzeitig ein guter Hinweis darauf, wie gespalten die Atmosphäre in Oia sein kann: zwischen himmlischer Ruhe in kleinen Oasen und dem unaufhaltsamen Gedränge auf den Hauptstraßen.

Gerade deshalb waren wir froh über unsere Unterkunft etwas abseits. Die kleine Anlage mit Pool war für uns wie ein Rückzugsort. Der Blick von oben auf die Touristenströme erinnerte uns daran, dass wir bewusst die richtige Wahl getroffen hatten. Direkt an der Caldera wäre der Ausblick zwar atemberaubend gewesen, aber die Kehrseite sind die Massen, die schlimmstenfalls direkt vor der eigenen Terrasse vorbeiziehen. Hier muss jeder seine Prioritäten kennen – für uns war Ruhe wichtiger als die berühmte Aussicht.
Pünktlich um 12:30 Uhr stand unser Taxi bereit. Ein junger Fahrer brachte uns zuverlässig nach Pyrgos, unserem nächsten Ziel. Das Gefühl beim Verlassen von Oia war fast befreiend – hinter uns der Trubel, vor uns ein ruhigerer Teil der Insel.
In Pyrgos hatten wir uns für die Mayu Suites entschieden. Das Hotel liegt am Rand des Ortes, aber in nur zehn Minuten erreicht man sowohl die Burg als auch mehrere Tavernen. Die Anlage hat eher den Charakter von Appartements. Die Rezeption ist nur vormittags bis nachmittags besetzt, aber telefonisch immer erreichbar – unkompliziert und gastfreundlich.
Obwohl wir schon um 13 Uhr ankamen und der reguläre Check-in erst um 15 Uhr war, war unser Zimmer bereits vorbereitet. Modern eingerichtet, geräumig und damit ideal für eine Familie mit vier Personen. Gleich bei der Ankunft wurde uns auch geholfen, ein Auto für die kommenden Tage zu buchen. Zusätzlich bekamen wir wertvolle Tipps zu Unternehmungen und guten Tavernen in der Umgebung – genau der Service, den man sich wünscht.
Nach einer kurzen Erfrischung im Pool auf dem Dach der Unterkunft genossen wir die Aussicht. Von hier reicht der Blick sowohl zur Westküste als auch nach Norden und Osten – bis hin zum Flughafen. Ein großartiger Ort, um anzukommen und die Insel aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.
Am Nachmittag machten wir uns auf, Pyrgos zu erkunden. Innerhalb weniger Minuten erreichten wir die Burg, die hoch über dem Ort thront. Ein Highlight hier: Franco’s Café. Mit entspannter Jazzmusik im Hintergrund, einer kühlen Brise und einem Glas Rosé ließ sich die Atmosphäre perfekt genießen. Dazu eine Mezze-Platte – und schon fühlte man sich weit entfernt vom Touristentrubel der bekannten Hotspots. Gerade dieser Platz zeigte, dass Santorin auch ganz anders sein kann: ursprünglich, entspannt und mit einem Hauch Authentizität. Für den Sonnenuntergang ist eine Reservierung allerdings sehr empfehlenswert, denn Franco’s ist längst kein Geheimtipp mehr.
Zum Abendessen folgten wir einer Empfehlung und kehrten im Mythos ein – einer klassischen griechischen Taverne. Hier gab es alles, was man sich von einem authentischen Abend erhofft: Gyros, Souvlaki, Ouzo und eine herzliche Bedienung. Kein Schnickschnack, einfach gute Küche und ein warmes Ambiente.
Der erste Tag in Pyrgos zeigte schnell: der Kontrast zu Oia könnte größer kaum sein. Weniger Hektik, weniger Menschen, dafür mehr Raum zum Durchatmen. Genau das, was wir uns nach den ersten Tagen erhofft hatten.
Tag 4 – Tagesausflug nach Fira & entspannter Abend in Pyrgos

Der vierte Tag begann entspannt im Mayu Suites. Das Frühstück wurde direkt aufs Zimmer gebracht – eine nette Geste, die allerdings einiges an Papier- und Verpackungsmüll verursachte. Für jeden war etwas dabei: Croissants, Brot, Frenchtoast, Honig, Marmelade und frisch gepresster Orangensaft. Wir genossen die Auswahl gemütlich auf dem Balkon, bevor eine kurze Runde im Pool für die nötige Erfrischung sorgte.
Unser Plan für den Tag führte uns nach Fira, dem lebhaften Zentrum von Santorin. Dazu ging es zuerst zur Bushaltestelle gegenüber vom Supermarkt Market Maria. Die Busse fahren hier stündlich in Richtung Fira. Schon der Einstieg zeigte, dass der Trubel auf der Insel allgegenwärtig ist: der Bus kam bereits aus Perissa überfüllt an, und die Tickets werden direkt im Bus vom Fahrer eingesammelt – pro Person 2 Euro. Nach etwa 20 Minuten Fahrt erreichten wir das Herz von Fira, von wo aus man alles bequem zu Fuß erkunden kann.
Vom Bus aus ging es auf die Fußgängerzone entlang der Caldera. Der Ausblick aufs glitzernde Meer und die anlegenden Kreuzfahrtschiffe ist beeindruckend. An beiden Seiten der Gassen reihen sich Souvenir- und Schmuckläden aneinander, die zum Stöbern und Verweilen einladen. Wer möchte, könnte von hier direkt weiter Richtung Norden nach Imerovigli laufen – wir entschieden uns jedoch, diesen Teil für ein anderes Mal aufzuheben.
Mich zog es stattdessen zur Cathedral of Saint John the Baptist. Abseits der überfüllten Hauptwege herrscht hier eine ruhige Atmosphäre. Man kann die Architektur in Ruhe bewundern, ein paar Momente der Stille genießen und einfach die Schönheit Santorins auf sich wirken lassen – eine Wohltat für Familien, die zwischendurch mal dem Trubel entkommen möchten.
Kurz nach der Seilbahn entschieden wir uns, wieder umzudrehen, da die Menschenmassen zunehmend dichter wurden und wir unseren Kindern etwas Ruhe gönnen wollten. Auf dem Rückweg kehrten wir spontan in die Ouzeri ein, eine typisch griechische Taverne. Hier probierten wir lokale Spezialitäten und genossen eine kurze Pause vom Trubel – das perfekte kleine Mittagessen.
Bevor wir den Rückweg nach Pyrgos antraten, machten wir noch einen kurzen Abstecher in den Sklavinitis-Supermarkt, einer unserer Lieblings-Supermarktketten in Griechenland. Wir deckten uns mit Getränken und kleinen Snacks für den Pool ein, dann zurück zur Busstation.
Hier zeigte sich noch einmal der Trubel der Insel in voller Größe: Menschen rannten aufgeregt umher, um den richtigen Bus zu erwischen. Ein wichtiger Tipp für Familien: wer nach Pyrgos zurück will, darf nicht den Expressbus nach Perissa nehmen, da dieser nicht in Pyrgos hält. Wir nahmen den regulären Bus nach Perissa, der in Pyrgos hält – so ging nichts schief.
Nach der Rückkehr ins Hotel waren wir erschöpft von der Hitze, dem Trubel und den vielen Eindrücken. Ein Sprung in den Pool brachte sofortige Erholung und neue Energie.
Am Abend nutzten wir die Gelegenheit für einen Spaziergang durch die Gassen von Pyrgos. Besonders schön: der Sonnenuntergang von den Mauern der Burg. Der Blick über die Insel, die Dächer und die umgebenden Hügel ist atemberaubend – und dabei viel ruhiger als an den Hotspots wie Oia oder Fira. Anschließend kehrten wir in eine der lokalen Tavernen ein, genossen einen kleinen Absacker und ließen den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Dieser Tag zeigte perfekt, wie ein Familienausflug auf Santorin aussehen kann: ein Mix aus Sightseeing, kleinen kulinarischen Highlights, Poolzeit zur Erholung und einem ruhigen Abend in einem charmanten Ort fernab der großen Touristengruppen.
Tag 5 – Mietwagen, Inselerkundung & Open-Air-Kino in Kamari

Der fünfte Tag begann entspannt, aber mit einem gewissen Nervenkitzel, denn heute stand unsere erste Autofahrt auf Santorin an. Gegen 10 Uhr wurde das Frühstück aufs Zimmer geliefert: Rührei mit Schinken, frische Croissants mit Honig und Marmelade, frisch gepresster Orangensaft und Kaffee. Alles frisch und reichlich – genau das richtige für einen energiereichen Start in einen Tag voller Erkundungen.
Zeitgleich wurde unser Fiat Panda von der Vermietung Pyrgos Rent a Car gebracht, organisiert über unser Hotel Mayu Suites. Die Übergabe verlief unkompliziert: 195 Euro für drei Tage, inklusive jeweils 10 Euro pro Tag für eine maximale Selbstbeteiligung von 500 Euro bei Selbstverschulden. Rückgabe am Flughafen würde noch einmal 10 Euro extra kosten. Das Auto war ideal für uns: zu viert, mit zwei mittelgroßen Koffern und drei Rucksäcken – hier passte alles problemlos hinein.
Unser erster Halt führte uns zum Prophet Elias Monastery, hoch oben auf einem Hügel, erreichbar über eine schmale, kurvige Serpentinenstraße. Die Aussicht während der Fahrt ist bereits spektakulär und steigert die Vorfreude auf den Blick von oben. Das Kloster selbst ist frei zugänglich, allerdings sollte man auf angemessene Kleidung achten. Leider war das Innere des Klosters um 11:30 Uhr nicht zugänglich – Besichtigungen sind nur von 5:00 bis 8:30 Uhr morgens möglich. Trotzdem lohnt sich der Besuch: Von der Plattform hat man einen atemberaubenden Überblick über die ganze Insel, von der Caldera bis zur Südspitze.
Da das Kalestesia Suites Hotel in Akrotiri erst unser nächstes Ziel war, machten wir uns frühzeitig auf den Weg. Die Straßen werden hier teils abenteuerlich, teils sehr eng – aber die Aussicht und die Ruhe lohnen jede Fahrtminute. Trotz unserer frühen Ankunft hatten wir Glück: Unser Häuschen war bereits bezugsfertig. Das Hotel liegt als eines der letzten oberhalb von Akrotiri auf einem Hügel – auf der einen Seite mit Blick auf die Caldera, auf der anderen Richtung Südseite der Insel. Es ist ein absolut ruhiger Rückzugsort, abseits der Touristenströme.
Nach dem Einchecken war Chillen am Pool angesagt. Ganz allein, ohne andere Urlauber, konnten wir die Sonne genießen und die Aussicht auf die umgebende Landschaft auf uns wirken lassen. Sollte zwischendurch der kleine Hunger kommen, bietet das Hotel eine Poolbar an, abends sogar ein Restaurant mit regionaler Küche. Perfekt für Familien, die etwas Ruhe und Flexibilität suchen.
Am Abend stand ein besonderes Highlight auf dem Programm: das Open-Air-Kino in Kamari, von vielen Reiseführern empfohlen. Zuvor kehrten wir zum Abendessen in ein Restaurant in Goia ein – das Metaxi Mas ist direkt unterhalb einer Kirche gelegen, mit herrlichem Blick Richtung Flughafen und auf den Hügel, auf dem das Kloster steht. Das frühe Erscheinen lohnte sich: Als wir gegen 20:30 Uhr am Kino ankamen, warteten bereits einige Besucher auf die freien Sitzplätze.
Die Tore öffneten pünktlich um 20:30 Uhr, und die Sitzplätze wurden nach dem First-Come-First-Serve-Prinzip vergeben. Insgesamt gibt es 180 Plätze, freie Platzwahl. Das Highlight des Abends war der Klassiker „Mamma Mia“. Die Atmosphäre unter freiem Himmel ist unbeschreiblich: Man sitzt direkt unter dem Sternenhimmel, hört das leise Rauschen des Meeres im Hintergrund und genießt die sommerliche Brise.
Hinter den Sitzplätzen befindet sich eine Bar, an der jederzeit Snacks wie Nachos, Popcorn und Getränke erhältlich sind. Es gibt keine Pause, man taucht von der ersten bis zur letzten Minute komplett in das Erlebnis ein. Auch wenn der Film bei manchen Familienmitgliedern nicht unbedingt den vollen Geschmack traf, machte die einmalige Atmosphäre des Open-Air-Kinos alles wett.
Nach dem Film traten wir den Rückweg zum Hotel an – zufrieden, entspannt und voller Eindrücke. Für uns war dieser Tag ein perfektes Beispiel dafür, wie Familien auf Santorin Abenteuer, Erholung und Kultur miteinander verbinden können. Von der aufregenden Autofahrt über die Aussichtspunkte bis hin zum Abendprogramm bot der Tag eine Mischung aus aktiven Erlebnissen und entspannten Momenten, die den Tag unvergesslich machten.
Tag 6 – Schwarzer Lavastrand, Sonnenuntergang am Leuchtturm

Nach den ersten Tagen voller Besichtigungen und kleinerer Abenteuer stand heute ein entspannter Strandtag auf dem Programm. Um nicht nur am Pool des Hotels zu bleiben, machten wir uns früh auf den Weg Richtung Perissa, bekannt für seinen schwarzen feinen Lavastrand – ein echtes Highlight für Kinder, die gerne Sandburgen bauen oder im flachen Wasser planschen.
Dank einer Empfehlung auf Google Maps führte uns unser Weg nach Paralia Perivolos. Vor Ort parkten wir das Auto und gingen zunächst zur Chilli Lounge Bar, um zu klären, ob Liegen und Sonnenschirme bei Konsumation frei verfügbar sind. Leider war das hier nicht der Fall. Kein Problem, weiter ging es zur angrenzenden Fish Tavern o Perivolos. Hier wurden wir sehr herzlich empfangen: Bei Konsumation sind Liegen und Schirme kostenlos, sogar Handtücher hätten wir bekommen können, falls wir keine eigenen dabei gehabt hätten. Perfekt für einen stressfreien Tag am Strand, besonders für Familien.
Der Tag verging wie im Flug: Während die Kinder im Sand spielten und im Wasser planschten, genossen wir Cappuccino Freddo und mittags eine Mezze-Platte mit Pommes und griechischem Salat. Der Service war äußerst aufmerksam, freundlich und zuvorkommend – genau das, was man sich für einen entspannten Urlaubstag wünscht. Entlang der Promenade reihen sich zahlreiche Bars und Tavernen mit Schirm- und Liegenabschnitten aneinander. Einige Lokale bieten eher ein hippes Partymilieu, ähnlich wie auf Ibiza, aber wir bevorzugen den ruhigen griechischen Stil, und genau den fanden wir hier.
Ein kleiner Tipp für Familien: In den touristischen Abschnitten wird zunehmend Kommerz betrieben, Liegen in erster Reihe kosten bis zu 30 Euro, unabhängig von der Konsumation. Wer jedoch fragt, findet noch Plätze, wo die Nutzung kostenfrei ist – und das lohnt sich, wenn man einen entspannten Tag am Strand verbringen möchte.
Nach einem perfekten Tag am Strand ging es zurück nach Akrotiri, kurz frisch machen, und dann weiter zum Leuchtturm (Light House), einer der besten Orte für den Sonnenuntergang auf der Insel. Die Anfahrt war etwas knapp bemessen, viele Autos standen bereits entlang der Straße, aber wir hatten Glück und fanden noch eine kleine Parklücke. Obwohl es etwas diesig war und die Sonne hinter den Wolken verschwand, konnten wir die atemberaubende Küstenlandschaft und die entspannte Atmosphäre genießen. Die Felsvorsprünge unterhalb des Leuchtturms waren gesäumt von Menschen, aber sobald die Sonne weg war, lichtete sich das Feld, und wir konnten in Ruhe die Stimmung aufsaugen – ein echter Moment zum Innehalten.
Zum krönenden Abschluss des Tages ging es noch zum Roten Strand, genauer gesagt zum Restaurant Peirasmós, bekannt für sein hervorragendes Gyros und lokale Spezialitäten. Das Auto schnell auf dem Parkplatz abgestellt, bestellten wir die Platters of Peirasmos für 36 Euro: Gyros Por, Gyros Chicken, Beef Burger, Sausage, Pork Skewer, Chicken Skewer, Kebab, Pita, gegrillte Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Tzatziki und Pommes. Sogar zu viert schafften wir kaum alles – unsere Kinder waren begeistert, und für uns war es das beste Fleisch, das wir bisher auf Santorin gegessen haben.
Auf dem Rückweg zum Kalestesia Suites Hotel probierten wir eine alternative Route, da in Bewertungen die Anfahrt zum Hotel als eng beschrieben wurde. Diese etwas längere Schotterpiste umgeht die Engstelle kurz vor dem Hotel – perfekt, falls man ein größeres Auto fährt oder unsicher ist. Wir blieben aber bei unserer kürzeren Variante mit dem Fiat, die problemlos machbar war.
Am Ende des Tages saßen wir entspannt auf unserer Terrasse, ließen den Sonnenuntergang Revue passieren und genossen ein Rundum-Familienerlebnis, das Strand, Abenteuer, gutes Essen und einzigartige Ausblicke miteinander verband. Ein Tag, der zeigte, dass Santorin auch abseits der Touristenströme jede Menge Highlights für Familien zu bieten hat.
Tag 7 – Entspannter Pooltag und kulinarischer Abschluss in Akrotiri

Unser letzter ganzer Ferientag auf Santorin stand ganz im Zeichen von Entspannung und Genuss. Nach einer Woche voller Erkundungen, Ausflüge und kleiner Abenteuer wollten wir es heute etwas ruhiger angehen lassen – perfekt, um als Familie noch einmal die Seele baumeln zu lassen.
Wir entschieden uns gegen einen erneuten Besuch am Roten Strand oder eine Besichtigung der Ausgrabungsstätte Akrotiri. Stattdessen verbrachten wir den Vormittag gemütlich am Pool des Kalestesia Suites Hotels. Für den Mittag hatte das Hotel kleine Clubsandwiches serviert, die wir direkt am Pool genießen konnten – praktisch, lecker und entspannt, besonders für Familien mit Kindern, die zwischendurch Energie brauchen.
Während meine Familie nachmittags weiterhin im Pool planschte, nutzte ich die Gelegenheit, durch die Gassen von Akrotiri zu schlendern. Die schmalen Straßen, die typisch weiß-blauen Häuser und die kleinen Boutiquen boten zahlreiche Motive für Fotos, und zwischendurch gönnte ich mir einen Espresso Freddo im Punta Castelli, direkt auf der Burg gelegen, mit einem atemberaubenden Blick über die Küste und das Meer. Ein Moment der Ruhe, um die Eindrücke der Woche noch einmal auf sich wirken zu lassen.
Am Abend machten wir uns zu Fuß auf den Weg in das RIMIDI, ein kleines, relativ neu eröffnetes Restaurant mit charmantem Garten. Die Speisekarte ist klein, aber fein und bietet hochwertige lokale Produkte – ideal für Feinschmecker. Unsere Teenager hätten sich eher ein klassisches Gyros gewünscht, aber wir waren alle begeistert vom Fava mit Oktopus, das geschmacklich wirklich herausragend war. Die lockere Atmosphäre und der liebevolle Service rundeten das Essen perfekt ab.
Den Abschluss des Tages und unseres Santorin-Urlaubs verbrachten wir noch einmal im Punta Castelli – auf einen kleinen Absacker mit Blick über die Küste. Hier ließen wir den Tag und die Woche ruhig ausklingen, reflektierten über unsere Abenteuer, die schönen Strände, die Sonnenuntergänge und die unvergesslichen Momente, die wir als Familie erlebt hatten.
Ein perfekter letzter Tag, um die Insel auf entspannte Weise zu genießen, bevor es am nächsten Morgen zurück zum Flughafen gehen würde.
Tag 8 – Abreise und entspannte Rückfahrt zum Flughafen
Schon früh am Morgen hieß es für uns Koffer packen und Abschied nehmen von unserer kleinen Santorin-Oase. Gegen 7:30 Uhr machten wir uns mit unserem Lunchpaket vom Hotel auf den Weg zum Flughafen. Ein Vorteil, den wir in der gesamten Woche zu schätzen gelernt hatten: die Straßen waren zu dieser Stunde noch fast leer. Kein Gedränge, kaum Touristen, und wir konnten entspannt die letzten Kilometer über die Insel fahren – ein schöner Moment, um die Landschaft noch einmal in Ruhe auf sich wirken zu lassen.
Am Flughafen angekommen, wartete bereits die Rückgabe unseres Fiat Panda bei der Autovermietung. Da wir einen anderen Rückgabeort vereinbart hatten, wurde ein kleiner Aufpreis von 10 Euro fällig. Die Übergabe verlief völlig unkompliziert: freundliche Mitarbeiter, schnelle Abwicklung, und schon war das Auto zurück. Keine Probleme, kein Stress – perfekt für einen ruhigen Start in den Heimflug.
Die Abreise von Santorin war ein sanfter Abschluss einer erlebnisreichen Woche. Mit vielen schönen Erinnerungen, unvergesslichen Sonnenuntergängen und leckeren griechischen Gerichten im Gepäck machten wir uns auf den Rückweg nach Hause. Für Familien, die Ruhe und Erholung suchen, aber trotzdem die Highlights der Insel erleben möchten, war dies ein idealer letzter Tag, um die Insel noch einmal entspannt zu genießen, bevor der Alltag wieder begann.
Fazit – Eine Woche Santorin für Familien
Unsere Woche auf Santorin war eine perfekte Mischung aus Sonne, Entspannung und kulinarischen Genüssen. Für Familien, die nicht nur die klassischen Hotspots abklappern möchten, ist die Insel ideal: Mit etwas antizyklischer Planung kann man auch abseits der Touristenströme schöne Orte entdecken, Ruhe genießen und dennoch die Highlights erleben.
Die Griechen waren durchweg zuvorkommend und hilfsbereit. Egal ob es um die Freizeitgestaltung, die Buchung von Ausflügen, die Miete von Auto, Roller oder Quad oder um Restauranttipps ging – man fühlt sich immer gut aufgehoben. Besonders für Familien ist das ein großer Pluspunkt, denn man spart Zeit und Stress, während die Kinder die Insel sicher und entspannt erleben können.
Und egal, wo man den Sonnenuntergang betrachtet – in Oia, auf den Dachterrassen von Restaurants, beim Leuchtturm oder von den Mauern der Burgen – er ist immer einfach atemberaubend. Familien können selbst entscheiden, ob sie das Spektakel inmitten vieler Menschen genießen oder ein ruhiges Plätzchen wählen möchten, um den Moment in Stille und Gelassenheit zu erleben.
Santorin bietet für Familien die perfekte Balance aus Erholung, Abenteuer, Strand, Pool, Kultur und gutem Essen – eine Woche reicht, um einen umfassenden Eindruck der Insel zu gewinnen, und lässt dennoch genug Raum für entspannte Tage, an denen einfach nur das griechische Lebensgefühl genossen wird.
Unsere Tipps für Familien:
- Unterkunft mit Pool wählen – Gold wert, wenn die Kids mal keine Lust auf Sightseeing haben.
- Früh aufstehen für Ausflüge – danach ist’s überall zu voll.
- Genug Snacks & Getränke immer dabei haben (Supermärkte & Bäckereien gibt es überall).
- Nicht zu viel Programm einplanen – lieber Inselmomente genießen.
👉 Praktische Links für deine Familienreise:
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